Flächenmanager
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Flächenmanager steuert die Nutzung betrieblicher Flächen aus Betreiber- und Nutzerperspektive. Sein Auftrag besteht darin, vorhandene Flächenbestände, organisatorische Bedarfe, Nutzungsqualitäten und wirtschaftliche Zielsetzungen so zusammenzuführen, dass Flächen dauerhaft bedarfsgerecht, transparent und anpassungsfähig eingesetzt werden. Die Funktion ist besonders in größeren Unternehmens-, Verwaltungs-, Forschungs-, Industrie- und Campusorganisationen sinnvoll, in denen Flächenknappheit, organisatorische Veränderungen, hybride Arbeitsformen oder hohe Flächenkosten eine systematische Steuerung erfordern. Der Flächenmanager arbeitet nicht nur mit Quadratmetern, sondern mit Nutzungsarten, Kapazitäten, Belegungsmodellen, Funktionsbeziehungen, Qualitätsanforderungen und Veränderungsszenarien. Er schafft die Entscheidungsgrundlage dafür, welche Flächen benötigt werden, wie sie zugeordnet werden und welche Reserven oder Konsolidierungspotenziale bestehen. Die Funktion ist von der baulichen Planung abzugrenzen. Architekten und Fachplaner entwickeln bauliche Lösungen; der Flächenmanager formuliert aus Betreiber- und Nutzersicht Anforderungen, Prioritäten und Entscheidungsmaßstäbe. Ebenso ersetzt er weder den Workplace Manager für den täglichen Arbeitsplatzbetrieb noch den Plan- und Raummanager für die strukturierte Daten- und Bestandsdokumentation.
