Standards im Flächenmanagement im Facility Management
Standards im Flächenmanagement bilden die Grundlage für eine strukturierte, vergleichbare und wirtschaftliche Nutzung von Flächen innerhalb von Gebäuden und Immobilienportfolios. Sie definieren einheitliche Regeln zur Erfassung, Bewertung und Steuerung von Flächen und ermöglichen damit eine konsistente Datenbasis über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Flächenmanagement ist eine zentrale Querschnittsdisziplin im Facility Management und umfasst die systematische Erfassung, Analyse und Optimierung der Flächennutzung mit direktem Einfluss auf Kosten, Organisation und Betrieb.
Da Flächen einer der größten Kostentreiber im Gebäudebetrieb sind, kommt der Standardisierung eine strategische Bedeutung zu.
Flächenmanagement-Standards verfolgen das Ziel, Flächen transparent, effizient und wirtschaftlich zu steuern.
Zentrale Zielsetzungen
Ziel
Beschreibung
Transparenz
Einheitliche Darstellung und Vergleichbarkeit von Flächen
Effizienz
Optimale Nutzung vorhandener Flächen
Steuerbarkeit
Grundlage für Entscheidungen und Planung
Integration
Verknüpfung mit CAFM, BIM und Organisation
Wirtschaftlichkeit
Reduktion von Flächen- und Betriebskosten
Eine standardisierte Flächenerfassung ist Voraussetzung für eine effiziente Bewirtschaftung und Kostensteuerung.
Zentrale Normen und Richtlinien
Flächenmanagement im Facility Management basiert auf einer Kombination aus DIN-Normen und GEFMA-Richtlinien.
Relevante Standards im Überblick
Standard
Inhalt
Bedeutung
DIN 277
Flächen- und Rauminhalte im Bauwesen
Grundlage der Flächenberechnung
DIN EN 15221-6
Flächenbemessung im FM
Einheitliche Bewertung und Benchmarking
GEFMA 130
Flächenmanagement
Praxisleitfaden für Organisation und Prozesse
DIN 32736
Gebäudemanagement
Einordnung des Flächenmanagements
Die DIN EN 15221-6 schafft eine einheitliche Grundlage für Planung, Bewertung und Benchmarking von Flächen im Facility Management.
Die GEFMA-Richtlinie 130 konkretisiert diese Anforderungen und beschreibt Prozesse, Datenstrukturen und organisatorische Rahmenbedingungen. (
Struktur des Flächenmanagements
Standards im Flächenmanagement definieren nicht nur Flächenarten, sondern auch Prozesse und Organisationsstrukturen.
Zentrale Strukturkomponenten
Element
Beschreibung
Flächenarten
Brutto-, Netto-, Nutzflächen
Raumstruktur
Gebäude, Ebenen, Räume
Nutzungskategorien
Büro, Produktion, Lager etc.
Kostenzuordnung
Verknüpfung mit Kostenstellen
Kennzahlen
Flächeneffizienz, Auslastung
Eine einheitliche Struktur ermöglicht Vergleichbarkeit und bildet die Grundlage für datenbasierte Entscheidungen.
Daten und Digitalisierung
Die Wirksamkeit von Flächenmanagement-Standards hängt maßgeblich von der Qualität der Daten ab.
Anforderungen an die Datenbasis
Bereich
Anforderungen
Geometrie
Präzise CAD- oder BIM-Daten
Attribute
Nutzung, Organisationseinheit, Kosten
Aktualität
Laufende Pflege bei Änderungen
Systemintegration
Verknüpfung mit CAFM-Systemen
Konsistenz
Einheitliche Datenstruktur
Flächendaten zählen zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf Nutzungskosten und bilden die Basis für alle FM-Prozesse.
Prozesse im standardisierten Flächenmanagement
Standards definieren auch die zentralen Prozesse zur Steuerung von Flächen.
Typische Kernprozesse
Prozess
Inhalt
Flächenerfassung
Aufnahme und Strukturierung
Flächenanalyse
Bewertung von Nutzung und Effizienz
Belegungsmanagement
Steuerung der Nutzung
Flächenoptimierung
Anpassung von Layouts
Reporting
Kennzahlen und Auswertungen
Diese Prozesse ermöglichen eine kontinuierliche Anpassung der Flächennutzung an organisatorische Anforderungen.
Bedeutung für das Facility Management
Flächenmanagement-Standards wirken in alle FM-Bereiche hinein und haben strategische sowie operative Bedeutung.
Nutzen im FM-Kontext
FM-Bereich
Nutzen
Kaufmännisches FM
Kostensteuerung und Flächenbewertung
Technisches FM
Grundlage für Anlagen- und Raumzuordnung
Infrastrukturelles FM
Planung von Services
Strategisches FM
Flächenstrategie und Standortentwicklung
Flächenmanagement trägt wesentlich zur Optimierung der Wertschöpfung im Immobilienbetrieb bei.
Wirtschaftlichkeit von Standards
Standards im Flächenmanagement sind ein zentraler wirtschaftlicher Hebel.
Wirtschaftliche Effekte
Faktor
Wirkung
Flächenreduktion
Senkung von Miet- und Betriebskosten
Optimierte Auslastung
Effizientere Nutzung
Transparenz
Bessere Entscheidungsgrundlagen
Benchmarking
Vergleichbarkeit zwischen Standorten
Prozessoptimierung
Reduzierter Verwaltungsaufwand
Eine strukturierte Flächennutzung ermöglicht erhebliche Kosteneinsparungen und verbessert die organisatorische Leistungsfähigkeit.
In der Praxis treten häufig folgende Probleme auf:
uneinheitliche Flächendefinitionen
unvollständige oder veraltete Daten
fehlende Integration in CAFM-Systeme
mangelnde Standardisierung zwischen Standorten
fehlende Kennzahlen
Diese führen zu ineffizienter Flächennutzung und erhöhten Kosten.
FM-Connect.com verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz:
Nutzung etablierter Normen (DIN, GEFMA) als Grundlage
Aufbau standardisierter Datenmodelle
Integration in CAFM- und BIM-Systeme
Definition klarer KPI zur Flächensteuerung
kontinuierliche Optimierung im Betrieb
Anspruch
Standards im Flächenmanagement sind die Grundlage für eine transparente, effiziente und wirtschaftliche Nutzung von Flächen im Facility Management.
Sie ermöglichen eine systematische Steuerung, verbessern die Datenqualität und schaffen die Basis für fundierte Entscheidungen.
Für FM-Connect.com sind Flächenmanagement-Standards daher ein integraler Bestandteil unserer FM-Solutions – mit direktem Einfluss auf Flächeneffizienz, Kostenstruktur und strategische Steuerung von Immobilien.