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Verbände im Facility Management Überblick

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Flächenmanagement im FM: Verbände

Flächenmanagement im FM: Verbände

Flächenmanagement ist im Facility Management ein zentrales Handlungsfeld, das sämtliche Prozesse rund um die Planung, Nutzung und Bewirtschaftung von Gebäudeflächen umfasst. Ein effektives Flächenmanagement trägt wesentlich zur Wertschöpfung bei – etwa durch Minimierung von Leerstand, optimale Auslastung und flexible Anpassung an Nutzungsänderungen. Diese Faktoren steigern nicht nur die Nutzerzufriedenheit, sondern verbessern auch Instandhaltung, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Gebäudebetrieb. Da die Herausforderungen in diesem Bereich komplex und bereichsübergreifend sind, spielen Fachverbände und Organisationen eine wichtige Rolle. Sie unterstützen FM-Abteilungen mit Fachwissen, Standards und praxisorientierten Hilfsmitteln, um Flächenmanagement professionell umzusetzen. Im Folgenden werden fünf reale und aktive Verbände in Deutschland vorgestellt, die Facility-Management-Teams bei der Optimierung von Flächen unterstützen.

GEFMA – Deutscher Verband für Facility Management e.V.

GEFMA ist der maßgebliche Branchenverband des Facility Managements im deutschsprachigen Raum. Seit der Gründung 1989 fördert der Verband die Professionalisierung des FM und vertritt mit rund 1000 Mitgliedern die Interessen der Branche gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit. GEFMA engagiert sich intensiv in der Standardisierung und Normungsarbeit und erarbeitet Richtlinien als anerkannte Branchenstandards. Einige dieser Richtlinien sind über Deutschland hinaus maßgeblich und wurden zu zertifizierbaren Qualitätsstandards entwickelt. Zudem zertifiziert GEFMA FM-Studiengänge und Lehrgänge, definiert Rahmenlehrpläne und fördert damit die Aus- und Weiterbildung im Facility Management. Durch Kooperationen mit Wissenschaft und regelmäßige Networking-Events (z.B. regionale Lounges) treibt der Verband Innovationen voran und stärkt den Erfahrungsaustausch in der FM-Community.

Relevanz für Flächenmanagement: GEFMA setzt über Arbeitskreise (etwa Arbeitskreis Flächenmanagement) Branchenstandards für Flächennutzung und -planung. So veröffentlicht der Verband z.B. die Richtlinie GEFMA 130-1 „Grundlagen des Flächenmanagements“ als Leitfaden für effiziente Flächenauslastung. Diese Standards schaffen einheitliche Begriffsdefinitionen und Best Practices, an denen sich FM-Abteilungen orientieren können.

Unterstützungsleistungen für FM-Abteilungen:

  • Bereitstellung praxisgerechter Leitfäden und Richtlinien (z.B. GEFMA 130 für Flächenmanagement, GEFMA 160 für Nachhaltigkeit) als Arbeitsgrundlage. Diese Publikationen bieten rechtssichere Orientierung und helfen, Flächen effizient und normgerecht zu bewirtschaften.

  • Zertifizierung und Qualifizierung: GEFMA zertifiziert Computer-Aided Facility Management Software gemäß Richtlinie GEFMA 444 (CAFM-Softwarequalität) und akkreditiert Bildungsprogramme im FM. Dadurch erhalten FM-Teams Zugang zu verlässlichen Tools und qualifiziertem Personal für das Flächenmanagement.

  • Netzwerk- und Informationsplattform: Durch regionale Treffen, Fachtagungen und Kooperationen (u.a. mit Hochschulen) fördert GEFMA den Erfahrungsaustausch und die kontinuierliche Weiterbildung der Mitglieder. FM-Abteilungen profitieren von diesem Netzwerk, indem sie aktuelle Trends – etwa im Workplace Management oder der Digitalisierung – frühzeitig kennenlernen.

  • Offizieller Weblink: www.gefma.de

RealFM e.V. – Verband für Real Estate und Facility Manager

RealFM e.V. ist der Berufsverband für Immobilien- und Facility Manager in Deutschland und ging 2006 aus der IFMA Deutschland hervor. Mit Sitz in Berlin und über 400 Mitgliedern fokussiert RealFM die Verzahnung von Immobilienmanagement und Facility Management in Unternehmen. Der Verband versteht sich als europäisch ausgerichtetes Netzwerk, das den Brückenschlag zwischen strategischem Immobilienmanagement (Corporate Real Estate) und operativem Facility Management fördert. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung reibungsloser Schnittstellen aller Beteiligten – von Eigentümern über Nutzer bis Dienstleister – entlang des Immobilien-Lebenszyklus. RealFM fungiert dabei als Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Berufsbilds FM und vertritt ein vielschichtiges Verständnis von FM in Öffentlichkeit, Politik und Bildung. Mitglieder können sich in Arbeitskreisen und Regionalgruppen aktiv einbringen; so entstehen praxisnahe Werkzeuge und Publikationen, die als Branchen-Benchmark dienen. Zudem engagiert sich RealFM in der akademischen Ausbildung, berufsbegleitenden Weiterbildung und Zertifizierung, um den Qualitätsstandard im FM zu heben.

Relevanz für Flächenmanagement: RealFM fördert ein integriertes Flächen- und Immobilienmanagement, indem es Methoden wie das Funktions- und Leistungsmodell (FuLM) entwickelt hat. Dieses Modell definiert klar, welche Funktionen für den Betrieb von Flächen und Infrastruktur erforderlich sind, und unterstützt so Unternehmen dabei, ihre Flächenbedarfe und -prozesse strukturiert zu organisieren. Durch solche ganzheitlichen Ansätze hilft RealFM, Flächenmanagement als Teil der Unternehmensstrategie zu verankern.

Unterstützungsleistungen für FM-Abteilungen:

  • Leitfäden und Best-Practice-Handbücher: RealFM publiziert praxisorientierte Leitfäden, etwa zur Implementierung des Funktions- und Leistungsmodells im FM oder zu Themen wie Instandhaltungsstrategie und BIM im Betrieb. Diese Publikationen liefern Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Tools, um Flächen effizient zu bewirtschaften und Prozesse zu standardisieren.

  • Standardverträge und Benchmarks: In Kooperation mit GEFMA erarbeitet RealFM branchentaugliche Standards wie Musterverträge für Facility Services. Solche Vorlagen (inklusive Leistungsbeschreibungen) und Benchmark-Kennzahlen ermöglichen FM-Abteilungen, Flächenservices rechtssicher und vergleichbar auszuschreiben sowie ihre Performance gegen Branchenwerte zu messen.

  • Networking und Weiterbildung: Über Arbeitskreise, den jährlichen RealFM Day und Kolloquien ermöglicht der Verband den Erfahrungsaustausch zu Flächenthemen. Mitglieder entwickeln gemeinsam neue Lösungen und erhalten Zugriff auf ein breites Expertennetzwerk. RealFM kooperiert zudem mit den Partnerverbänden in Österreich und der Schweiz, um Know-how zu Flächenmanagement international abzustimmen (FM-Verbände-Initiative D-A-CH).

  • Offizieller Weblink: www.realfm.de

VDI – Verein Deutscher Ingenieure (Fachbereich Facility Management)

Der VDI ist als größte Ingenieurvereinigung Deutschlands eine Schlüsselinstitution für technische Standards – auch im Facility Management. Innerhalb des VDI widmet sich ein Fachbereich explizit dem Gebäudebetrieb und FM; dieser erarbeitet anerkannte Richtlinien, die FM-Abteilungen als Arbeitsgrundlage dienen. Der VDI publiziert zahlreiche technische Regelwerke für das Betreiben von Gebäuden, die Beschaffung von FM-Leistungen und das Management von Flächen. Beispiele sind die Richtlinie VDI 3810 (Betreiben und Instandhalten gebäudetechnischer Anlagen) und VDI 4703 (FM – lebenszyklusorientierte Ausschreibung), welche Vorgaben für den effizienten und sicheren Gebäudebetrieb machen. Ebenso definieren die VDI-Richtlinien 6009 bis 6041 Standards für Facility Management-Prozesse – von Dokumentation und Inbetriebnahmemanagement (VDI 6026 Blatt 1.1, VDI 6039) bis zu technischem Monitoring von Gebäuden (VDI 6041). Diese Normen stellen sicher, dass Flächen und Anlagen nach dem Stand der Technik geplant, genutzt und instandgehalten werden.

Relevanz für Flächenmanagement: Durch die VDI-Richtlinien fließen ingenieurtechnische Best Practices direkt in das Flächenmanagement ein. So fördert etwa VDI 4703 eine lebenszyklusorientierte Planung und Ausschreibung von FM-Leistungen – inklusive Flächennutzungskosten –, was eine langfristig effiziente Bewirtschaftung von Gebäudeflächen unterstützt. FM-Abteilungen können sich bei Flächenplanung und -betrieb an VDI-Standards orientieren, um Funktionalität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Räume zu gewährleisten.

Unterstützungsleistungen für FM-Abteilungen:

  • Technische Richtlinien und Normen: Der VDI erarbeitet praxisnahe Richtlinienkataloge speziell für den FM-Bereich (z.B. VDI 6009 Facility Management oder VDI 6039 Inbetriebnahmemanagement). Diese dokumentieren anerkannte Verfahren, etwa zur Flächendokumentation, Wartung oder Energieplanung, und bieten FM-Managern klare Handlungsempfehlungen.

  • Weiterbildung und Schulungen: Über das VDI-Wissensforum und Publikationen vermittelt der Verband aktuelles technisches Know-how. Seminare zu Themen wie Arbeitsstättenrichtlinien, Raumluftqualität oder CAD/BIM-Daten für FM helfen FM-Verantwortlichen, ihre Kompetenz im Flächenmanagement auf dem neuesten Stand zu halten (z.B. Nutzung von BIM-Modellen für Flächenauswertungen).

  • Gremienarbeit und Beratung: FM-Experten des VDI wirken in Normungsgremien (DIN, ISO) mit und beraten Politik sowie Industrie bei technischen Regelungen. Dadurch fließen betriebliche Flächenmanagement-Perspektiven in neue Standards ein. Zugleich können einzelne Unternehmen über den VDI ihre Praxiserfahrungen einbringen, etwa um Arbeitsstättenverordnungen oder technische Arbeitsplatz-Standards mitzugestalten.

  • Offizieller Weblink: www.vdi.de

DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V.

Die DGNB ist eine gemeinnützige Organisation, die sich dem nachhaltigen Planen, Bauen und Betreiben von Immobilien widmet. Gegründet 2007 von Initiatoren aus Bau- und Immobilienwirtschaft, ist die DGNB heute mit über 2.300 Mitgliedsorganisationen das größte Netzwerk für nachhaltiges Bauen in Europa. Der Verein verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeit als zentralen Qualitätsmaßstab in der Bau- und FM-Branche zu etablieren. Hierzu hat die DGNB ein Zertifizierungssystem entwickelt, das Gebäude ganzheitlich nach ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Kriterien bewertet. Dieses DGNB-Zertifikat dient zugleich als Planungs- und Optimierungstool, um bereits in der Entwurfs- und Betriebsphase Nachhaltigkeitsaspekte – z.B. Energieeffizienz, Flächenausnutzung, Nutzerkomfort – systematisch zu berücksichtigen. Neben Neubauten umfasst das System auch Gebäude im Betrieb, wodurch FM-Abteilungen Leitlinien an die Hand bekommen, wie sie bestehende Liegenschaften nachhaltiger bewirtschaften können. Mit Schulungen (DGNB Akademie) und einem lebendigen Expertennetzwerk treibt die DGNB den Wissenstransfer zu nachhaltigem Facility Management voran.

Relevanz für Flächenmanagement: Nachhaltigkeits-Zertifikate wie das DGNB-Zertifikat unterstützen die ganzheitliche Optimierung von Gebäuden und Flächen. Die Integration von DGNB-Kriterien ins Flächenmanagement – etwa Flächeneffizienz, Flexibilität oder Nutzergesundheit – fördert nachhaltige Nutzungskonzepte über den gesamten Lebenszyklus. FM-Abteilungen nutzen diese Vorgaben, um etwa Büroflächen klima- und ressourcenschonend zu gestalten, ohne die Nutzerqualität einzuschränken.

Unterstützungsleistungen für FM-Abteilungen:

  • Zertifizierung und Benchmarks: Die DGNB bietet ein weltweit anerkanntes Zertifizierungssystem für Gebäude, Innenräume und Quartiere. Es liefert FM-Verantwortlichen messbare Kriterien und Benchmarks (z.B. pro m²-CO₂-Emissionen, Flächenausnutzung), um die Performance der eigenen Flächen im Vergleich zu Best Practices einzuordnen.

  • Weiterbildung und Beratung: Über die DGNB Akademie werden FM-Fachleute zu DGNB Consultants/Auditoren ausgebildet, die nachhaltiges Flächenmanagement in Projekten implementieren können. Zudem publiziert die DGNB Leitfäden und Studien (z.B. Gebäudebewertung im Betrieb) und bietet Mitgliedern eine Austauschplattform (u.a. myDGNB) für aktuelle Themen wie kreislauffähige Raumkonzepte oder Green FM.

  • Politische Positionierung und Standards: Als größtes Nachhaltigkeitsnetzwerk erarbeitet die DGNB Positionspapiere und beteiligt sich an Normungsprozessen, um Rahmenbedingungen für umweltgerechte Flächennutzung zu verbessern. Beispiele sind Stellungnahmen zur Gebäudeenergiegesetzgebung oder Beiträge zur EU-Taxonomie für Immobilien. Dadurch erhalten FM-Abteilungen frühzeitig Orientierung zu kommenden Regulierungen und Fördermöglichkeiten für nachhaltige Flächeninvestitionen.

  • Offizieller Weblink: www.dgnb.de

CAFM RING e.V. – Verband für die Digitalisierung im Immobilienbetrieb

Der CAFM RING e.V. ist ein Zusammenschluss von Softwareanbietern, Beratern und Anwenderunternehmen, der die Digitalisierung im Facility Management vorantreibt. Gegründet 2006/2007 von führenden CAFM-Herstellern, entwickelt der Verband branchenweite IT-Standards und fördert den Einsatz moderner Technologien im Gebäudebetrieb. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbesserung des Datenmanagements über den gesamten Immobilien-Lebenszyklus: Der CAFM RING bündelt die Expertise seiner Mitglieder – von der Planung (Bauherr, BIM-Spezialisten) über den Betrieb (FM-Dienstleister, Betreiber) bis zur Softwareentwicklung – um praxistaugliche Lösungen zu erarbeiten. So ist der Verband Initiator und Herausgeber von CAFM-Connect, einer offenen Datenschnittstelle, die den Austausch von Gebäude- und Flächendaten zwischen unterschiedlichen Systemen standardisiert. Außerdem engagiert sich der CAFM RING mit Arbeitskreisen und Publikationen (z.B. der Agenda BIM im FM) für die Integration von Building Information Modeling in das Flächen- und Anlagenmanagement. Insgesamt fungiert der Verband als Innovationsplattform, um FM-Abteilungen den Weg zu digitalen Prozessen – von IoT-Sensorik bis KI-gestützter Flächenauswertung – zu ebnen.

Relevanz für Flächenmanagement: Durch die Aktivitäten des CAFM RING können FM-Abteilungen Flächen effizienter digital bewirtschaften. Insbesondere fördert der Verband die Nutzung von Building Information Modeling (BIM) aus Perspektive des Gebäudebetriebs. Dadurch lassen sich bereits in der Planungsphase gewonnene Flächendaten im CAFM nahtlos weiterverwenden. Standardisierte Schnittstellen wie CAFM-Connect ermöglichen es, dass Flächendaten, Belegungspläne und Raumbücher systemübergreifend verfügbar sind – ein wichtiger Enabler für moderne Konzepte wie Smart Buildings oder flächeneffizientes Desk-Sharing.

Unterstützungsleistungen für FM-Abteilungen:

  • Standardisierung der FM-IT: Der CAFM RING entwickelt und betreibt offene Datenstandards (z.B. CAFM-Connect), die den Datenaustausch zwischen CAD/BIM-Systemen, CAFM-Software und anderen Tools vereinfachen. FM-Teams profitieren von diesen Standards, da sie Insellösungen abbauen und beispielsweise Flächendaten aus Bauprojekten verlustfrei ins FM-System übernehmen können.

  • Wissensvermittlung und Tools: Mit der Agenda BIM im FM hat der Verband einen Leitfaden veröffentlicht, der den praktischen Nutzen von BIM für das Flächen- und Anlagenmanagement beschreibt. Zugleich stellt der CAFM RING kostenlose Tools (etwa einen CAFM-Connect-Editor) und Use Cases bereit, um Digitalisierungsschritte greifbar zu machen. Regelmäßige Webinare, Fachartikel und Messeauftritte (z.B. auf der CAFM-Messe) bieten FM-Verantwortlichen Orientierung im Markt der CAFM- und IWMS-Lösungen.

  • Interessenvertretung: Als Stimme der Digitalisierungsinteressierten im FM bringt der CAFM RING Anforderungen der Praxis in Gremien und Normung ein. Er kooperiert mit Organisationen wie buildingSMART Deutschland und arbeitet an Richtlinien (z.B. Gefma 924 Datenmodell) mit, damit Belange wie Flächenstrukturen, Raumkennzeichen oder IoT-Daten in zukünftigen Standards berücksichtigt werden. Somit beeinflusst der Verband Rahmenbedingungen, die direkt die tägliche Flächenbewirtschaftung erleichtern.

  • Offizieller Weblink: www.cafmring.de